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Umgang mit Verhaltensveränderungen

Mit fortschreitender Alzheimer-Demenz haben die Regeln des Verhaltens und der Verständigung immer weniger Gültigkeit. Eine Person mit Alzheimer-Demenz durchlebt eine Veränderung der Persönlichkeit und verliert die Fähigkeit, logisch zu entscheiden und zu handeln. Verhaltensveränderungen der Patienten sind für deren Betreuer unangenehm, anstrengend und emotional schwierig zu bewältigen.

Die nachstehenden Tipps können bei den häufigsten Verhaltensveränderungen helfen:

  •  Versuchen Sie festzustellen, was beim Patienten bestimmte negative Verhaltensmuster auslöst. Bemühen Sie sich, solche Auslöser nach Möglichkeit zu vermeiden. So können beispielsweise ganz einfache Gefühle oder Ereignisse wie Hunger, Durst, Frustration, Langeweile, Angst oder Mangel an Privatsphäre derartige Reaktionen auslösen.

  •  Vermeiden Sie, bestimmte Verhaltensweisen zu tadeln oder empört darauf zu reagieren, auch wenn diese sehr aggressiv oder peinlich sind. Solche "Vergeltungsmaßnahmen" können Furcht, Verwirrung oder Sorge auslösen und vorhandene Aggressionen steigern.

  •  Denken Sie immer daran, dass es die Krankheit ist, die für das merkwürdige Verhalten des Patienten verantwortlich ist und dass keine Überlegung oder Absicht seitens des Patienten dahintersteckt.

  •  Reagieren Sie auf unpassendes oder merkwürdiges Verhalten, indem Sie einfach einige Minuten warten, bis sich die Situation von selbst wieder beruhigt, oder indem Sie dem Patienten aufmunternd oder beruhigend zusprechen oder ihn abzulenken versuchen.

  •  Versuchen Sie bei Anfällen von Wut oder Ärger, Aggressionen oder Wahnvorstellungen nicht, mit dem Patienten logisch zu argumentieren. Das logische Denkvermögen ist durch die Alzheimer-Demenz beeinträchtigt. Beruhigung und Ablenkung helfen üblicherweise am besten.

  •  Halluzinationen sind ein häufig auftretendes Symptom der Alzheimer-Demenz. Sie entstehen durch die veränderte Wahrnehmung der Patienten (Schatten, Geräusche, Fernseh- oder Spiegelbilder). Es kann beispielsweise hilfreich sein, Spiegel abzudecken, wenn der Patient "Fremde" im Haus sieht.

  •  Alzheimer-Demenz-Kranke neigen manchmal dazu, ihre persönlichen Gegenstände zu verstecken. Manchmal werfen sie auch Dinge weg, vergessen dies und beschuldigen andere, sie gestohlen zu haben. Regelmäßige Kontrollen der Lieblingsverstecke der Kranken sowie aller Abfall- bzw. Papierkörbe können dabei helfen, dieses Problem in den Griff zu bekommen.

  •  Bei Bedarf können auch bestimmte Fernsehsendungen (bzw. Fernsehen generell) eingeschränkt werden. Manche Menschen mit Alzheimer-Demenz neigen dazu, fiktive Ereignisse im Fernsehen mit dem wirklichen Leben zu verwechseln. Das kann zu Angst oder Verwirrung führen.

  •  Falls der Patient ein unangemessenes sexuelles Verhalten zeigt oder sich entkleidet, versuchen Sie nach Möglichkeit gelassen zu reagieren. Vorsichtige Ermahnungen und Ablenkungen helfen am besten, die Situation wieder in den Griff zu bekommen.

  •  Menschen mit Alzheimer-Demenz können zwar verwirrt sein und ein schlechtes Erinnerungsvermögen haben. Aber dennoch sollte nicht alles, was sie sagen, als Einbildung oder Illusion abgetan werden. Achten Sie auch darauf, dass die Hilflosigkeit des Kranken von anderen Menschen nicht ausgenützt wird.



    Quelle: "Alzheimer-Demenz – Hilfe bei Betreuung und Pflege" (Die Broschüre ist erhältlich bei Lundbeck Austria GmbH, Dresdnerstraße 82, 1200 Wien, Fax: 01/331 07-56)



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