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Fischöl: Kein Rezept für fitten Geist?

Fischöl hat den Ruf, gesund für Herz und Kreislauf zu sein – und für das Gehirn. Für die vermutete Wirkung auf die grauen Zellen konnten britische Forschende in einer aktuellen Studie jedoch keine Belege finden, berichten sie im "American Journal of Clinical Nutrition". Das Team um Alan D. Dangour von der London School of Hygiene and Tropical Medicine hatte knapp 900 ältere Menschen zwei Jahre lang begleitet.

Die Probandinnen und Probanden waren zu Studienbeginn zwischen 70 und 79 Jahre alt sowie geistig gesund. 24 Monate lang erhielten sie täglich Kapseln, die unterschiedliche Öle enthielten: entweder die beiden Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), die in Fischöl enthalten sind, oder Olivenöl als Placebo. Am Anfang und Ende des Studienzeitraums nahmen die Männer und Frauen an einem Test zur kognitiven Leistung teil.

Kein Unterschied zu Olivenöl

Die Studienverantwortlichen waren von der These ausgegangen, dass die Fischöl-Gruppe eine Besserung der geistigen Fähigkeiten erfahren würde. Zwischen den beiden Gruppen konnte allerdings kein Unterschied in Hinblick auf die kognitive Leistung festgestellt werden, so die Forschenden. Innerhalb des zweijährigen Interventionszeitraums habe sich in keiner der beiden Gruppen eine relevante Verschlechterung ergeben.

"Das ist ein wichtiges Ergebnis, weil viele Menschen Fischöl einnehmen – in der Hoffnung, dass es gut für ihre geistige Fitness ist", meint Untersuchungsleiter Dangour. Allerdings könne man auf Basis der aktuellen Studie lediglich Aussagen über den Effekt der Omega-3-Fettsäuren für einen Zeitraum von zwei Jahren machen, räumt der Wissenschafter ein. Dass sich Fischöl bei längerfristiger Einnahme günstig auf die kognitive Leistung auswirkt, ist nach Ansicht der Autorinnen und Autoren nicht auszuschließen.

Quelle: NetDoktor.at



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