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Alzheimer: Erhöhte Anfälligkeit bei pflegenden Partnern?

Die Betreuung eines Angehörigen mit Morbus Alzheimer ist eine äußerst beanspruchende Aufgabe. Diverse Studien haben in der Vergangenheit gezeigt, dass Pflegepersonen ein erhöhtes Risiko für Gesundheitsprobleme und Depressionen aufweisen. Nun hat sich ein US-amerikanisches Forschungsteam der Frage gewidmet, ob pflegende Angehörige auch für die Demenzerkrankung selbst besonders anfällig sind. Wie Maria Norton und Kollegen im "Journal of the American Geriatrics Society" berichten, scheint dies zum Teil tatsächlich der Fall zu sein.

Die Studienleiterin von der Utah State University und ihr Team begleiteten 1.221 verheiratete verschiedengeschlechtliche Paare im Alter von über 65 Jahren für eine Dauer von bis zu zwölf Jahren. Zu Beginn der Studie war keiner der Teilnehmenden an Demenz erkrankt. Im Untersuchungszeitraum entwickelte sich in 125 Fällen ausschließlich beim Ehemann Morbus Alzheimer, in 70 Fällen nur bei der Ehefrau und in 30 Fällen bei beiden Partnern eines Paares.

Die meisten Partner blieben geistig gesund

Selbst wenn der sozioökonomische Status, der auf die Entstehung von Alzheimer großen Einfluss haben dürfte, in den Auswertungen berücksichtigt wurde, zeigte sich ein erhöhtes Erkrankungsrisiko bei Personen mit bereits betroffenen Partnern: Teilnehmende, deren Gattin oder Gatte zuvor an der Demenzform erkrankt war, entwickelten mit sechs Mal so hoher Wahrscheinlichkeit auch selbst Alzheimer wie Probanden mit gesundem Ehepartner. Männer mit einer an Alzheimer erkrankten Ehepartnerin wiesen dabei ein höheres Erkrankungsrisiko auf als Frauen mit einem demenzkranken Partner, erläutert das Wissenschafterteam.

In weiteren Studien müsse nun geklärt werden, ob dieser Zusammenhang eher durch das den Ehepartnern gemeinsame Lebensumfeld zu erklären sei oder aber durch den Stress, dem pflegende Angehörige ausgesetzt seien, erklärt Norton. "Auf der positiven Seite ist zu vermerken, dass die Mehrheit der Personen, deren Partner Demenz entwickelte, nicht selbst daran erkrankte", so die Studienleiterin. "Daher ist zusätzliche Forschung vonnöten, um zu untersuchen, welche Faktoren jene Menschen charakterisieren, die anfälliger für die Erkrankung sind."

Quelle: NetDoktor.at



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